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Dann warten wir noch eine viertel Stunde! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Claudia Huke   
14.08.2011_3.jpgKaiserslautern, 14. August 2011

Pünktlich, um 10:00 Uhr, hätte der Gottesdienst mit Apostel Clément Haeck beginnen sollen. Zur Zentralkirche nach Kaiserslautern waren alle neuapostolischen Christen des Kirchenbezirks Kaiserslautern eingeladen.
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Leider hatte der Bus, in welchem die Gläubigen aus der Kirchengemeinde Zweibrücken saßen, auf der Autobahn eine Panne. Zur Weiterfahrt nach Kaiserslautern musste deshalb ein Ersatzfahrzeug bereitgestellt werden. Darum entschied der Apostel, den Gottesdienstbeginn um eine viertel Stunde zu verschieben und gab diese Information an die versammelte Gemeinde weiter. - Mit einer Verspätung von nur knapp 8 Minuten erreichten die Reisenden wohlbehalten die Kirche. Durch rasches Handeln und frühzeitiges Abfahren konnte der Zeitverlust in Grenzen gehalten werden.

Um 10.15 Uhr sang die Gemeinde das Eingangslied. Nach dem Gebet leitete Apostel Clément Haeck den Gottesdienst ein mit dem Bibelwort aus Matthäus 16, Vers 24: "Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir."

Auszüge aus dem Gottesdienst:
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Zunächst bedankte sich unser Apostel bei allen Gottesdienstbesuchern für die aufgebrachte Geduld. Er kann sich gut vorstellen, so fuhr er fort, wie es in dem einen oder anderen Herzen aussehen mag, wenn so etwas passiert. Gleichzeitig bezog er dies auch auf unser Alltags- und Glaubensleben. Daraus wollen wir lernen: Es gibt in unserem Leben Hindernisse, die es zu bewältigen gilt. So spricht auch das Bibelwort zur Sache.

14.08.2011_8.jpgDas kleine Wörtchen „will“ zeigt schon an, dass der Herr Jesus die Menschheit in einen Denk- und Entscheidungsprozess hinein geführt hat. Dies macht Jesus nicht einfach pauschal und sagt: "Gell, du folgst mir nach?!" Er überlässt es uns, ob wir ihm nachfolgen möchten. Wenn der Wille da ist, dem Herrn zu folgen, dann gibt er auch die Kraft. Das haben wir bis heute immer wieder erlebt. „Will mir jemand nachfolgen...“, Das sprach nicht irgend ein Mensch. Das ist Jesus Christus, der Heiland und Erlöser, er der Bräutigam unserer Seele. Mit dieser Nachfolge sind auch Schwierigkeiten verbunden. Jesus hat seinen Jüngern kein Leben in Saus und Braus versprochen. Er hat ihnen kein Leben ohne Sorgen und Schwierigkeiten versprochen. Er hat nur gefragt "Wollt ihr mir nachfolgen?". Welche eine kostbare Gemeinschaft, welch eine Verbindung zu Jesus Christus. Wie viel Liebe strahlte ihnen entgegen, wenn er mit ihnen sprach. Das gab ihnen Kraft. 14.08.2011_10.jpg

Nachfolgen bedeutet: sein Leben mit Jesus führen. Das Leben mit Jesus führen beinhaltet zum Ersten das Verleugnen des eigenen Ichs. Das ist nicht einen anderen verleugnen. Das sind einmal auch die Verhältnisse, die auf uns zukommen, die wir nicht verstehen. Verhältnisse, die uns zu schaffen machen in unserem Leben, die uns widerwärtig erscheinen, die es uns schwer machen. Verhältnisse, die auch einmal zu akzeptieren und zu sagen: "Auch das ist der Wille Gottes!". Manch einer trägt sein Kreuz über viele Jahre in der Stille. Er ringt mit dem lieben Gott und bittet immer um Hilfe. Manchmal kommt sie scheinbar überhaupt nicht an. Man meint, der liebe Gott hört nicht, er versteht nicht.

14.08.2011_11.jpgAlles in die Hand Gottes hineinlegen, hat schon Abraham erlebt. Auch er hat alle Geschicke in Gottes Hand gelegt und wurde ein Segen. Der Apostel Paulus hatte ein Pfahl im Fleisch. Er hätte noch viel mehr tun können für den lieben Gott. Er war berufen, das Evangelium zu verkünden. - So könnte der Eindruck entstehen, jetzt lässt ihn der Liebe Gott noch nicht einmal mehr tun. In ihm ist aber die Erkenntnis gewachsen (Der Gedanke des Herrn): „Lass dir an meiner Gnade genügen!“. Sei zufrieden, nimm einmal doch dieses Kreuz auf dich, verleugne dich einmal und sage nicht: "Es muss gehen wie ich es will!". 14.08.2011_14.jpg

Wie schön, wenn man auf einmal das eigene "Ich" einfach aufgeben kann und spricht: "Nur der Herr steht im Mittelpunkt!". Wenn der Herr im Mittelpunkt steht, dann beginnt unser Leben sich um Jesus Christus zu drehen. Er ist somit Dreh- und Angelpunkt geworden. Unsere Gedanken gehen dann hin an den Tag des Herrn.

Dann sehen wir, wie es sein wird, wenn alle Tränen und alles Leid nicht mehr sind. Vergessen ist alles, wenn wir dann in der Herrlichkeit sind und den Herrn sehen können, wie er ist. Die Persönlichkeit muss nicht aufgegeben werden. Wir werden auch nicht willenlos sein. Mehr Wille wird aufgebracht werden, weil du den Herrn in dein Leben und in den Mittelpunkt gestellt hast. Was bringt das Verleugnen, das Kreuz auf sich zu nehmen? - Es bringt zum Einen, dass der Herr Jesus gesagt hat: „Wer mein Kreuz nicht trägt, ist meiner nicht wert.“. Dazu der Umkehrschluss: "Wer mir nachfolgt, wer sein Kreuz auf sich nimmt, der hat einen unschätzbaren Wert in meinen Augen!“. Unser Kreuz, das der Herr für uns vorgesehen hat, das vielleicht unverständlich erscheint, wollen wir auf uns nehmen und in Geduld tragen. Im Kreuz Christi liegt Kraft, nämlich Kraft zum Überwinden, Kraft zum Aushalten, Kraft zum Durchhalten, Kraft ans Ziel zu kommen. Das ist der Weg der Nachfolge, die hier beschrieben ist.

14.08.2011_16.jpgSind beide Punkte erfüllt, die Selbstverleugnung und das Kreuz auf sich nehmen, dann sind wir in der Nachfolge. Dann führen wir unser Leben nach dem Vorbild Jesu Christi, bauen ihn in unser Leben ein, sind motiviert auf den Tag des Herrn und freuen uns auf das Wiedersehen mit ihm und allen Lieben.

Zum Mitwirken wurde Bezirksevangelist Paul Forcher an den Altar gerufen. Gemischter Chor des Kirchenbezirks Kaiserslautern, Frauenchor und Kinderchor umrahmten den Bezirks-Gottesdienst in harmonischer Weise. Den Schlusspunkt setzten die Sängerinnen und Sänger begleitet von der großen Pfeifenorgel mit dem Vortrag des Chorliedes: "Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre" (CM 221).

 
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