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Wohl mir, dass ich Jesum habe … PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Hans Jürgen Eicher   
01.05.2011_bap.jpgKaiserslautern, 1. Mai 2011

Mit dem Lied "Wohl mir, dass ich Jesum habe" (GB 350) leitete der gemischte Chor des Kirchenbezirks Kaiserslautern am Sonntag, den 01. Mai 2011, den großen Gottesdienst ein. Aus diesem Bezirk waren alle neuapostolischen Christen sowie Gäste in der Zentralkirche in Kaiserslautern versammelt. Der Kirchenpräsident der Neuapostolischen Kirche, Bezirksapostel Bernd Koberstein, predigte mit dem Bibelwort aus Lukas 2. Kapitel Vers 19: "Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen."
Nach dem Verlesen einer Trauernachricht stellte der Bezirksapostel in seiner 01.05.2011_gospelchor.jpgWortverkündung "Jesus Christus" in den Mittelpunkt. Er erwähnte ein Gespräch, das er mit katholischen und evangelischen Geistlichen hatte. Hier wurde die klare und gemeinsame Basis herausgestellt: es ist Jesus Christus. Deshalb bat er die Anwesenden, nicht zu suchen was uns trennt, sondern sich über das zu freuen, was uns verbindet. Zum Mitwirken am Altar rief er unseren Bischof Friedbert Kreutz. Außer der Feier des Heiligen Abendmahles spendete er das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Nach dem Gottesdienst verschönerte der Gospelchor den Sonntag mit einem rhytmischen Beitrag. 

Zunächst verlas der Bezirkapostel eine Trauernachricht: "Bischof Heinz bischof_h-h_werner.jpgHelmut Werner aus Melsungen war im Alter von 64 Jahren am frühen Donnerstagmorgen plötzlich und völlig unerwartet verstorben. Wir nehmen dies aus der Hand des Herrn und er wird wissen was er tut. Wir besinnen uns auf den Sohn Gottes und stützen uns auf ihn. Wenn wir Jesum haben, ist dies die Basis und auch der Trost in solchen Situation. Jesus im Gedächtnis zu haben ist mehr als Erinnerung. Diese Präsens des Gottes Sohnes ist eben auch in ausweglos scheinenden Situationen immer eine große Hilfe. Wenn Christus in uns lebt, ist er diese Kraftquelle in diesen Situationen. Durch Christus kehrt Ruhe und Sicherheit zurück."

01.05.2011_chor.jpgDer Bezirksapostel ging in seiner Predigt auf das menschliche Gedächtnis ein. Man mache sich über viele Dinge, mit denen man im Alltag umgehe, keine Gedanken. Vieles hänge mit unserem Gedächtnis zusammen. Man spreche von einem prozentualen Gedächtnis. Das sei der Teil unseres Gehirns, der dafür sorge, dass gewisse Abläufe in unserem Leben automatisch gingen. So z.B. das Laufen, das Fahrradfahren etc. Das wären Dinge, die wir irgendwann einmal gelernt hätten. Sie liefen jetzt automatisch.

Nun übertrug er dies auf das Geistige: Christus möge in uns Fleisch und Blut werden. Man müsse sich nicht mehr überlegen, wie er gewesen wäre, wie er handeln, entscheiden und denken würde. Dann würde das mehr und mehr aus seinem Wesen auf uns übertragen. Das sei die Entwicklung unter Gottes Wort und Gottes Sakrament. Dies bedeute auch, Christus im Gedächtnis zu haben und sich mehr an seiner Art auszurichten. In seinem Sinne denken und 01.05.2011_gemeinde2.jpghandeln.

Er führte fort, dass Jesus ein Mensch auf dieser Erde mit allen Bedürfnissen gewesen sei. Er hätte die gleichen Nöten, Schmerzen und Probleme gehabt, die wir Menschen auch hätten. Jesus sei für uns ein greifbares, praktisches Vorbild, das uns deutlich mache, wie es gehen könne. Wenn wir das in uns aufnehmen und bewegen würden, dann hülfe uns dies auch in schwierigen Situationen. Das begründe die Stimmung unserer Herzen. Wenn Christus in uns lebe, verlöre die Verheißung seiner Wiederkunft nie an Glanz und Leben für uns. Das hänge zwangsläufig zusammen. So lebe auch seine Wiederkunft in uns.

Ganz präzise betonte unser Bezirksapostel, dass, wenn er Jesus in sich trage, lebe das auch in ihm. Dann bliebe die Verheißung als Sicherheit für ihn stehen. So wie es damals sicher gewesen wäre, er sei auferstanden, wäre fest: er würde wiederkommen. Das schaffe Herzensstimmung. Es schaffe Freude in der Gewissheit: Ja, er komme wieder. Wir sollten das göttliche, wertvolle Hilfsmittel annehmen und in Gebrauch haben. Christus sollte immer gegenwärtig im Herzen sein. Wir sollten uns mit ihm beschäftigen und in ihm leben.

01.05.2011_at2.jpgAbschließend erläuterte unser Bezirksapostel: Es gäbe in unserem Gedächtnis eine Funktion, die unnötige Information in den Papierkorb des Vergessens stecke. Wie großartig sei Gott, der er dies alles geschaffen habe. Es sei unglaublich, was sich im Gehirn alles abspiele. Mit der Funktion des Vergessens verband er die Bitte: Nie Christus in den Papierkorb zu stecken. Alles Irdische, was uns dominieren und uns einnehmen möchte, könne in den Papierkorb. Dabei gäbe es viele überflüssige Informationen für unsere Seele. Aber Christus sollen wir Raum geben und leben lassen. Das hülfe uns auch das Glaubensziel zu erreichen und würdig zu werden.


Bildquelle von Bischof Werner: http://www.nac-mgemnowa.org/hrs_german/hrs/about_us/news/meldungen/2011_04_30_bischof_heinz_helmut_werner_verstorben.php?navanchor=

 
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